Zu den Inhalten springen

Hauptnavigation

Home Der Beruf Die Ausbildung Jetzt bewerben!

Mehr als satt und sauber!

Was machen eigentlich Altenpfleger und -pflegerinnen so ganz genau? Alte Menschen waschen und ihnen das Essen geben wahrscheinlich. Klingt extrem langweilig. Und ist Quatsch.

Altenpfleger betreuen alte Menschen, die in ihrem Alltag nicht mehr alleine zurecht kommen. Sie helfen ihnen natürlich auch manchmal bei der Körperpflege oder beim ins Bett gehen - aber sie behandeln die Pflegebedürftigen nicht wie Kleinkinder. Denn alte Menschen können oft noch mehr, als man denkt. Altenpfleger motivieren sie deshalb, Dinge möglichst selbst zu erledigen und unterstützen sie dabei, so weit es nötig ist.

Altenpfleger haben ein ziemlich gutes Gespür für die Senioren, die sie betreuen, und planen häufig schon von vornherein, wann und bei was sie ihnen helfen. Sie üben auch Dinge mit den alten Menschen, die diese vielleicht verlernt haben - selbstständig essen zum Beispiel. Und sie sind mitverantwortlich in Gesundheitsfragen: Altenpfleger geben Medikamente, wechseln Verbände und arbeiten mit einem Arzt zusammen, der die Senioren behandelt.

Altenpflege oder Altenpflegehilfe - wo ist der Unterschied?

Der erste Unterschied zwischen Altenpflegern und Altenpflegehelfern liegt schon in der Ausbildung. Altenpfleger(innen) lernen drei Jahre lang, eine Altenpflegehilfe-Ausbildung kann man in einem Jahr machen.

Klar, dass die Altenpflege-Azubis in drei Jahren auch etwas mehr lernen als die Altenpflegehelfer. Später arbeiten sie dann aber im Team zusammen. Dabei unterstützen die Altenpflegehelfer die Kollegen Altenpfleger in der täglichen Arbeit und nehmen ihnen verschiedene Tätigkeiten ab. Dinge, die in Richtung Verwaltung, Pflegeplanung oder in die medizinische Richtung gehen, erledigen aber eher die Altenpfleger.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Altenpflegehelfer übrigens ihre Ausbildung um zwei Jahre verlängern - und dann auch einen Abschluss als Altenpfleger machen.

Wieviel Geld verdienen Altenpfleger?

Dein Beruf muss dir Spaß machen. Wenn die Kollegen dazu noch nett sind - umso besser. Aber machen wir uns nichts vor: Ganz nebenbei sollte am Monatsende auch der Kontostand stimmen!

Wie viel Geld Du als Altenpfleger(in) kriegst, hängt davon ab, bei welchem Arbeitgeber Du angestellt bist, wie lange Du schon mit der Ausbildung fertig bist und so weiter. Ganz grob kann man sagen, dass Du brutto im ersten Berufsjahr mindestens 1.800 Euro pro Monat verdienen wirst. Dazu können noch Gehaltszulagen für Schicht- oder Wochenenddienst kommen. Im Lauf der Zeit wird das dann natürlich mehr. Nach 15 Jahren kann Dein Grundgehalt brutto etwa bei 2.600 Euro liegen. Oder höher - wenn Du in der Zwischenzeit zum Beispiel eine Fortbildung gemacht hast.

Bei Altenpflegehelfern und -helferinnen liegt das Brutto-Einstiegsgehalt ungefähr bei 1.400 Euro.

Arbeiten Altenpfleger immer im Altersheim?

Altenpfleger(innen) arbeiten im Altersheim. Klingt logisch, oder? Stimmt aber nicht unbedingt: Sie können auch in vielen anderen Einrichtungen arbeiten.

Mit einer Ausbildung in der Altenpflege hast Du eine Menge Möglichkeiten. Natürlich kannst Du eine Stelle in einem Pflegeheim finden. Es gibt aber auch Krankenhäuser mit speziellen Stationen für alte Menschen, in denen Du arbeiten kannst.

Außerdem gibt es auch viele so genannte häusliche oder ambulante Pflegedienste, die alte Menschen in deren Zuhause betreuen. Du kannst auch in der Seniorenberatung arbeiten. Oder Du findest eine Stelle in einer Alten-WG - einer Senioren-Wohngemeinschaft, die regelmäßige Unterstützung braucht.

Können Altenpfleger Karriere machen?

Erstmal drei Jahre Ausbildung. Dann etwa vierzig Jahre arbeiten. Und das war dann alles? Nicht als Altenpfleger(in) - in diesem Beruf kannst Du es richtig weit bringen.

Wenn Du auch nach der Ausbildung noch richtig weiterkommen möchtest, ist die Altenpflege vielleicht genau das richtige für Dich. Nach ein paar Jahren im Beruf gibt es eine Menge Fortbildungsmöglichkeiten - und genau so viele Aufstiegschancen.

Du kannst zum Beispiel die Leitung eines Wohnbereichs übernehmen - oder sogar als Heimleitung eine ganze Einrichtung führen. Vielleicht möchtest Du aber auch Pflegewissenschaften studieren, Lehrerin oder Lehrer in einer Pflegeschule werden oder Pflegeschüler in der Praxisausbildung betreuen. Oder Du wirst sogar Dein eigener Chef - und machst Dich mit einem Pflegedienst selbstständig!

Wie sind die Arbeitszeiten?

Alte Menschen müssen in Pflegeeinrichtungen rund um die Uhr betreut werden. Das ist aber gar nicht so wild - solange es gut geplant ist.

Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, dass Altenpfleger- und Altenpflegerinnen auch früh morgens, abends, nachts oder am Wochenende arbeiten. Damit die Verteilung dieser Schichtdienste fair bleibt, gibt es dafür einen Dienstplan. Das heißt, dass jeder mal Nachtdienst schiebt oder sonntags ran muss - aber jeder auch genügend freie Abende und Wochenenden hat oder während der Woche mal richtig ausschlafen kann. Und ein Gutes hat der Schichtdienst auch: Wer zu den eher unangenehmen Zeiten arbeitet, bekommt dafür in der Regel einen Gehaltszuschuss.